
Fünf Kilometer westlich von Zehdenick liegt das Straßendorf Badingen. Im Jahre 1270 gelangte Badingen mit dem Land Löwenberg an das Bistum Brandenburg, war vom 13. bis 15. Jahrhundet mit Mildenberg im Besitz der Familie von Badingen auf Schloß Badingen und wird 1459 als Städtchen bezeichnet. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts - die Badinger Herren waren verarmt - kam der Besitz zunächst an die Familie von Bredow aus Friesack. Zwischen 1536 und 1540 vergab der Kurfürst Joachim II. das von ihm erworbene Badingen samt der zugehörigen Ortschaften dem " Kaiserlichen Feldmarschall, kurbrandenburgischen Oberhofmarschall und Geheimen Rat Adam von Trott " zum Lehen. Nach der Reformationszeit ( 1540 - 1558 ) erhob Adam von Trott Badingen zum Mittelpunkt seiner Herrschaft. Die säkularisierten Güter der Zisterzienser-Klöster Zehdenick und Himmelpfort, die er als Pfandbesitz an sich gebracht hatte, rundeten den Besitz ab. 1727 erlosch mit dem Tod Friedrich Wediges von Trott die Badinger Linie der Familie. Es entstand das größte Domänenamt des Preußischen Staates, das im 19. Jahrhundert mit dem Amt Zehdenick zusammengelegt wurde. Als sogenanntes "Festes Haus" mit Resten spätgotischer Architektur liegt das Schloss mit der dazugehörigen Dorfkirche, einem Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert, hinter den Resten der einst stattlichen Mauer mitten im Dorf.
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