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Die landesweite Nachhaltigkeitsinitiative „Keen to be green“ der German Film Commissions

Die landesweite Nachhaltigkeitsinitiative „Keen to be green“ der German Film Commissions wurde im Mai 2020 ins Leben gerufen, um Film- und Medienschaffende im Bereich nachhaltiger Arbeitsprozesse individuell weiterzubilden und allen Interessierten die Möglichkeit zu bieten, sich über neueste Entwicklungen zum Thema „Grünes Filmen“ zu informieren. 
Fast alle Bundesverbände der Film- und TV-Branche konnten inzwischen als Partner von „Keen to be green“ gewonnen werden. 
Die Online-Seminare und Netzwerkveranstaltungen mit Beispielen für grüne Praxis, interessanten Gastrednern und dem Green Filming Experten, Philip Gassmann richten sich an die Bereiche Produktionsdesign, Kostümdesign, Drehbuch und Regie, Produktion, Licht und Kamera, Agenturen und Drama.

 


Mitschnitte und Follow-Ups vergangener Veranstaltungen

Mitschnitt: Keen to be Green: Von Co2-Bilanzen, Corporate Sustainability Reporting zu Umweltmanagementsystemen - Nachhaltigkeitsstandards in Unternehmen - 09.10.2024

Link zum Mitschnitt auf Youtube:

Erkenntnisreich, informativ und ermutigend! Das ist das Fazit der „Keen to be green“ Veranstaltung in Kooperation mit dem VSK, zum Thema „Nachhaltigkeit in Szenenbild & Dekobau - Status Quo & Innovationen“. Die Veranstaltung ist ab sofort auf dem YouTube Kanal der German Film Commissions online.

Nachstehend haben wir Euch die wichtigsten Eindrücke sowie die Links zu den Websites der Speaker:innen zusammen gefasst:

  • Status Quo nachhaltiges Szenenbild & Dekobau

    Das Interesse sowie der Wille, langfristige und nachhaltige Lösungen für die Departments des Szenenbilds zu finden, sind vorhanden. Trotzdem werden meist nur die nötigsten Maßnahmen der Ökologischen Standards umgesetzt. Die Gründe sind vielfältig: nicht alle nachhaltigen Materialalternativen sind bekannt oder verfügbar, zudem fehlen oft die finanziellen Mittel und ausreichend Zeit für entsprechende Recherchen. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Alternativmaterial sowie Materialreduktion helfen, nachhaltig zu agieren. Auf der Website des VSK findet ihr hilfreiche Tipps für „Green Filming“ mit umfassender Linksammlung zu Anbieter:innen.
     
  • Holz - viel mehr als nur ein Baumaterial

    Die Muss-Vorgabe der Ökologischen Standards fordert die ausschließliche Nutzung von FSC- oder PEFC-zertifiziertem neuem Holz bzw. Holzwerkstoffen aus nachhaltig bewirtschaften Wäldern. Um Wälder zu schonen und Abholzung zu vermeiden ist es entscheidend, dass möglichst wenig Neuholz möglichst langlebig und oft wieder verwendet wird. 

    Hier geht es zu der Präsentation von Dr. Hannes Böttcher (Öko-Institut e.V.) zu Holz, Klima & Nachhaltigkeit und zur Website des Öko-Institut e.V.
    Außerdem interessant: die Doku "Wie Ikea den Planeten plündert" von arte
     
  • Alternative Ideen zu Holzbauten

    Das Wiederverwenden von Material ist ein Schlüssel zum nachhaltigen Arbeiten. Firmen wie „SpeedSet“ und „Vectar Sets“ bieten Systeme an, die den Dekobau ergänzen und Alternativen liefern können, um vor allem die Verwendung von großen Holzflächen einzusparen und teilweise die Trennung von Träger und Material besser zu ermöglichen.
     
  • Wertstoffkreislauf - vorhandene Ressourcen wiederverwenden 

    Ein bundesweit vernetzter Materialfundus kann helfen, Materialien, Requisiten oder Bauten in einen nachhaltigen und handlesbaren Umlauf zu bringen. Die Plattform „SetBakers“ bietet sowohl Privatpersonen der Filmbranche als auch Fundi die Möglichkeit, Vorhandenes online anzubieten und den Verleih bzw. die Weitergabe effizient zu gestalten. Ebenso bieten Materialinitiativen wie „treibgut“ die Chance, Bauten im Szenenbild neu zu denken: Welche Materialien sind bereits vorhanden und wie können diese verwendet werden, anstatt neu zu bauen? 
    Hier klicken, um auf "SetBakers" die Weitergabe-Funktion sofort nutzen zu können
    Übersicht der Materialinitiativen in Deutschland
    Unser Fazit getreu dem Philosophen Seneca: Es sind nicht zu wenig Ressourcen, die vorhanden sind, sondern es gibt zu viele Ressourcen, die wir nicht wiederverwenden.

Link zum Mitschnitt auf youtube:

Es war eine bereichernde und ermutigende Ausgabe von „Keen to be green“ zum Thema Nachhaltige Stromversorgung an Set & Basis! Die Veranstaltung ist auch ab sofort auf dem YouTube Kanal der German Film Commissions online.  

Die wichtigsten Erkenntnisse haben wir für Euch hier kurz zusammen gefasst.

  • Feststrom in den Großstädten

    Die Nutzung von Netzstrom aus dem öffentlichen Straßenland ist aus budgetären Gründen und teilweise langer Vorlaufzeit oft noch nicht standardmäßig umsetzbar. Die Stromnetzanbieter in Hamburg, Berlin und im Stadtgebiet München konnten erste Verbesserungen schaffen: Durch ausgewiesene Elektrodienstleister:innen konnten die Kosten auf  400€ – 700€ pro Anschluss reduziert und der Vorlauf auf ca. 10 – 14 Tage verkürzt werden. In Köln hingegen beträgt die Vorlaufzeiten noch 4 – 5 Wochen und die Kosten liegen bei ca. 1.000€ pro Anschluss. 
     
  • Grüne(re) Generatortechnologien

    Die Beiträge der Technikverleiher und -hersteller haben gezeigt: Es gibt viele grüne(re) Technologien zum herkömmlichen Dieselgenerator in Deutschland! Aber auch hier fehlt es an Budget und teilweise Mut, Alternativen an Set & Basis auszuprobieren. Workshops durch die Verleiher zum Handling der Geräte können dazu beitragen, dass die Hemmschwelle für die Nutzung sinkt. Eine entsprechende Erhöhung des Produktionsbudgets, um den oftmals größten CO2-Verursacher am Set auszuschalten, ist dafür Voraussetzung.
     
  • Ansprechpartner der Technikverleiher und -hersteller der Veranstaltung

    mobilespace (Verleiher u.a. EcoBaze, autarke Mobile mit Photovoltaikanlagen) - Moritz Kromer / Tel.: +49 40 609 40 90 92 / Mail: mk@remove-this.mobilespace.de
    Maier Bros. (Verleiher u.a. Filmhybrid 30/60, Filmhybrid 130) - Paul Hasel / Tel.: +49 341 926 037 0 / Mail: kontakt@remove-this.maierbros.de
    KeMaMa (Hersteller u.a. Filmhybrid 30/60) - Conrad Keuck / Tel.: +49 2271 56 70 260 / Mail: conrad@remove-this.kemama.de
     
  • Erfahrungen aus der Praxis

    Bewusst für neue und teilweise unkonventionelle Methoden der Stromversorgung haben sich die Produktionen "C'est le monde à l'envers!“ der französischen Bonne Pioche Productions und „Perfekt verpasst“ der btf GmbH entschieden. Möglich war dies durch die Bereitstellung der finanziellen Mittel (z.B. durch Auftraggeber:innen) sowie durch die Überzeugung und Motivation des gesamten Teams.
    Ausstrahlungstermine:
    „C'est le monde à l'envers!“ ab 16. Oktober 2024 in den französischen Kinos
    (deutscher Kinostart tba)
    „Perfekt verpasst“ab Sommer 2024 auf Amazon Prime Video
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