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Die grundlegenden Prinzipien

Treibstoff- und Energiesparen / Vermeidung von Giftstoffen und Umweltverschmutzung / sparsamer Umgang mit Wasser / Vermeidung von Müll

Mittlerweile dürften diese für niemanden mehr neu sein. Dennoch hapert es immer wieder an der Umsetzung dieser Grundsätze.
Gerade im rasanten Prozess einer Filmproduktion, wo selten für irgendeinen Produktionsablauf zu viel Zeit eingeplant ist, fallen die guten Vorsätze oft schnell genug unter den Tisch. 

Mit unserem Wegweiser für die einzelnen Departments wollen wir deshalb eine übersichtliche Handlungsanweisung geben, die auch in Zeiten hoher Stressbelastung einen Schnellcheck ermöglicht und somit umweltbewusstes Produzieren fördert.
Viele umweltschädliche Verhaltensweisen geschehen weniger aus Unwissenheit oder mangelndem Willen, sondern vielmehr aus Zeitmangel für die Suche nach umweltfreundlicheren Optionen.

Wir wollen versuchen, das Wissen und Finden umweltfreundlicherer Optionen zu erleichtern und stellen deshalb im Folgenden auf unseren Serviceseiten der BBFC einen Best Practice-Guide für die einzelnen Gewerke mit entsprechenden Links zu Dienstleistern zur Verfügung.

Wir aktualisieren unser "Grünes" Dienstleisterverzeichnis laufend.

Wenn Sie bereits mit umweltbewussten Zulieferfirmen und Dienstleistern zusammenarbeiten, machen Sie sie bitte auf unser Verzeichnis aufmerksam. Von Ihrem Wissen und Ihrer Erfahrung können andere profitieren.

In diesem Sinne auf gute Zusammenarbeit, der Umwelt zuliebe!


Produzent:innen / Grün Drehen ist Chef:innensache

Zur Berlinale 2020 wurden konkrete richtungsweisende Auflagen für Film- und TV-Produktionen verkündet, die nach Covid-19 umgesetzt werden müssen. Die Selbsterklärung der Produzent:innen für nachhaltiges Produzieren wird zum Bestandteil der Förderungen werden, ebenso der Einsatz von CO2-Rechnern. Und zukünftig werden Green Consultants die Produktionen unterstützen und eng mit den Gewerken zusammenarbeiten. 

    Die Mehrkosten für einen Green Consultant als Bestandteil der Herstellungskosten werden schon seit Längerem durch die regionalen Förderer, so auch vom Medienboard Berlin-Brandenburg anerkannt, teilweise, sogar finanziell gefördert.

      Nicht nur die Art und Weise wie, sondern auch was produziert wird, ist entscheidend: 
      Green Storytelling

      Hat der Produzent oder die Produzentin sich klar dafür entschieden, möglichst umweltfreundlich zu drehen zu wollen, sollte er/sie dieses auch gleich zu Beginn der Produktionsvorbereitungen klar kommunizieren und klare Schritte einleiten. 

      • Gleich zu Beginn Grundsatzentscheidung für eine umweltbewusste Produktion treffen.
      • Seien Sie ein Vorbild.
      • Beziehen Sie frühzeitig alle Heads of Departments mit ein,
        und planen Sie mit Ihnen realistische Ziele für die Produktion.
      • Ernennen Sie einen Nachhaltigkeitsbeauftragten (Green Consulatant) 
        als Ansprechpartner für alle Departments. Er kann sich speziell um die Recherche und Information zum Thema kümmern, regelmäßig über den Status quo berichtet und die Umsetzung in den einzelnen Departments überprüfen.
      • Nutzen Sie den CO2 Rechner,
        um Ihren Kohlenstoff-Fußabdruck zu überprüfen.
      • Kommunizieren Sie die Erfolge 
        sowohl innerhalb des Teams zur Motivation als auch, um das Image Ihrer Produktion in der Öffentlichkeit zu fördern.
      • Nutzen Sie das Kick-off-Meeting mit Cast und Crew, um sie über Ihre "grünen Ziele" zu informieren 
        und sie auf eine umweltbewusstere Produktionsweise einzuschwören 
        und den Nachhaltigkeitsbeauftragten einzuführen.

       


      Drehbuch / Storytelling

      • Reduktion / Verzicht! Aus möglichst wenig, möglichst viel machen. 
      • Beim Schreiben auch an die Drehortlogistik denken. Je weniger Locations die Story braucht, desto besser (Stichwort: Anreise und Beleuchtungslogistik)
      • Ist Drehen im Studio eine Möglichkeit (?). Je mehr Drehs im Studio realisierbar sind, desto besser. 
      • Storytelling – die Geschichten, die erzählt werden prägen die Gesellschaft. Grüne Inhalte in den Geschichten? Achtung: Momentan sind die Sender offener gegenüber Geschichten, die sich mit dem Umweltthema beschäftigen. 
      • Wichtig dabei: im Storytelling nicht belehrend sein, sondern das Thema beiläufig miterzählen. Warnung vor dem moralischen Zeigefinger. Grüne Inhalte subtil einflechten!
      • Normalität erzeugen! Es wir nachhaltig gegessen, nachhaltig gewohnt... Erzählt das neue Normal - aber beiläufig. 
      • Grünes Productplacement. Grüne "Dinge" promoten!
      • Von der Dystopie zur Utopie. Utopien zeigen und damit die Realität verändern.
      • Kreativ denken! Das Thema lässt sich in allen Bereichen / Genres (Komödie, Tragödie, Thriller… ) setzen. Wie sähe ein grüner Superhero aus?
      • https://www.climatechangepost.com/ als Inspiration für Themen.
      • Man kann Thriller aus realen Geschichten beispielsweise über "Klimasünderkonzerne" stricken.
      • Welche positiven Nebeneffekte hat der Klimawandel?
      • Dinge aufzeigen. Hintergründe erzählen!
      • Wie sind die "grün angehauchte Figuren" in Filmen dargestellt? Bedenke: Es muss nicht immer der "Öko" sein, der grüne Inhalte setzt. 
      • Tip: Planet Placement (BBC) https://wearealbert.org/planet-placement/ (Mind sets)

      Aufzeichnung der online Netzwerkveranstaltung "Keen to be green - Regie & Drehbuch": vom Donnerstag, 11.03.2021 von 18:00​ - 20:00​ Uhr via Zoom
      Moderiert wurde die Veranstaltung von Green Filming & TV Experte Philip Gassmann, der Gäste aus der Branche eingeladen hat, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. Zu Gast waren: Lena Krumkamp, Drehbuchautorin Lars Jessen, Regisseur Laura Fischer, Regisseurin Max Zähle, Regisseur Ulrich Herrmann, Redaktionsleiter Tatort SWR


      Berater/in für nachhaltiges Produzieren / Green Consultant

      Als solches sollten sie gleich zu Beginn der Produktion allen Gewerken den Entschluss der Produktion zum nachhaltigen Drehen deutlich kommunizieren, und ihre Unterstützung und ihr Know How bei der Planung und Durchführung der einzelnen Produktionsprozesse anbieten.
      Dazu bedarf es nicht nur eines Basiswissens der Prozesse und Notwendigkeiten in den einzelnen Departments und eines umfangreichen Backroundwissens über nachhaltige Dienstleister, Materialen und nachhaltiger und gleichzeitig effizienter Lösungsmöglichkeiten, sondern auch eines diplomatischen Geschicks, um alle Interessen zu berücksichtigen.

      • Wichtig ist es, sich während des Produktionsablauf, z.B. wöchentlich immer auch über den Stand der Dinge in Sachen Nachhaltigkeit Bericht erstatten zu lassen, um zum einen der Entscheidung dafür Gewicht zu verleihen, zum anderen aber auch Raum für Entscheidungen für die eine oder andere Option zu gewährleisten.

      Zertfizierte Berufsausbildung 
      Eine  IHK zertifizierte Weiterbildung zum Green Consulter  ist derzeit nur in Bayern und Baden Würtemberg möglich.
      In anderen Bundesländern, wie Berlin und Brandenburg wird derzeit noch an der IHK-Zertifizierung gearbeitet.

      Weiterbildungen in Sachen Green Consulting 
      werden aber schon seit Längerem angeboten, sei es durch Schulungsangebote "Keen to be green" und Best Practise Guides der Film Commissions der Länder oder auch in den Ausbildungsinstitutionen wie beispielsweise der Filmuniversität Potsdam, die sich zum Prinzip der Nachhaltigkeit positioniert und das Thema in ihre Lehre implementiert hat. 

      Keen to be green
      Die landesweiter Nachhaltigkeitsinitiative „Keen to be green“ der Deutschen Filmkommission wurde im Mai 2020 ins Leben gerufen, um individuelle Weiterbildungen im Bereich nachhaltiger Arbeitsprozesse anzubieten. Die Online-Seminare und Netzwerkveranstaltungen richten sich an die Bereiche Produktionsdesign, Kostümdesign, Drehbuch und Regie, Produktion, Licht und Kamera, Agenturen und Drama.
      Auzeichnungen vergangener Veranstaltungen


      Artdepartment: Szenenbild, Baubühne, Ausstattung, Requisite

      • Dreh on Location vermeiden / Studio - immer eine Überlegung wert!
      • CGI (Computer ganeratedImagery kann viel Energie, Zeit und Aufwand sparen.
      • Perspektivtricks können viel Material, Reisen und Zeit sparen.
      • Sorgfältige und kreative Planung helfen, den Abfall drastisch zu reduzieren.
      • Richten Sie in allen Werkstätten Abfall-Management-Systeme ein und stellen Sie die Entsorgung zu entsprechenden Recyclingsystemen sicher.
      • Denken Sie bereits beim Designen an Nachhaltigkeit. Beachten Sie dabei den sparsamen Gebrauch von Material, an dessen Wiederverwendbarkeit und an deren Recyclebarkeit.
      • Designen Sie im Hinblick auf die spätere Möglichkeit zur Demontage, sodass die Bausätze und integrierten Wertstoffe leicht wiederverwendet werden können. 
      • Verwenden Sie Schrauben statt Nägel oder Leim, so dass das Material nach der Verwendung leicht wiederverwendet werden kann. 
      • Verwenden Sie Holz, welches nach den internationalen Bestimmungen für nachhaltige Forstwirtschaft "Forest Stewardship Council (FSC)" gewonnen wurde.
      • Vermeiden Sie Luan, ein Begriff für Sperrholz, das aus importierten tropischen Harthölzern gefertigt wurde.
      • Vermeiden Sie Sperrholz und Spanplatten, die normalerweise mit Formaldehyd-Klebstoffen gefertigt sind, die in Innenräumen gesundheitsschädliche Dämpfe auslösen. Ausserdem ist in Sperrholz manchmal auf Tropenholz verarbeitet.
      • Vermeiden Sie die Nutzung von Hölzern wie Mahagoni.
      • Nutzen Sie Holz aus Hirse, Bambus oder Palmen oder Sweetgum, Madrone und Kalifornische Eiche.
      • Lagern Sie Holzabfälle separat und nutzen Sie erst die Holzabfälle, bevor Sie neues Holz verwenden. 
      • Spenden Sie das Restholz, nicht mehr benötigtes Material oder ganze Bausätze zum Beispiel an die Materialmafia.
      • Verwenden Sie no-VOC oder VOC-arme Farben, Dichtungsmassen und Lacke.
      • Achten Sie beim Einkauf von Farben auf die Umweltzertifizierungen. 
      • Vermeiden Sie Sprühfarben.
      • Verwenden Sie pflanzliche Abbeizmittel.
      • Kaufen Gallone Dosen aus recyclebarem Stahl statt aus Kunststoff und verwenden Sie gleich große Dosen. 
      • Verwenden Sie für Grundierungen Farbreste aus früheren Produktionen.
      • Kennzeichnen Sie ungenutzte Farbreste eindeutig und bewahren Sie sie für weitere Produktionen auf oder spenden Sie die Farbreste. 
      • Gehen Sie sparsam mit Farbe um.
      • Verschließen Sie ungenutzte Farbe und Pinsel zwischen der Verwendung sorgfältig vor Luft, z.B. durch Plastiktüten. 
      • Entleeren Sie überschüssige Farbe nicht in den Ausguss. Sammeln Sie "überschüssige Farbe" und entsorgen Sie diese als Sondermüll.
      • Lassen Sie leere Farbdosen austrocknen und recyclen sie.
      • Entsorgen Sie verbrauchte Farbe einschließlich den benutzten Pinseln und Lappen in dem entsprechenden Sondermüll-Container.
      • Wann immer es möglich ist, kaufen oder mieten Sie statt zu bauen. 
      • Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Baumaterialien von regionalen Zulieferern beziehen.
      • Wählen Sie biologisch abbaubare Materialien, wie Leinwand, Papier, Holz und Pappe, und Materialien mit einem hohen Anteil an Recyclingmaterial.
      • Nutzen Sie nachhaltig produzierte Baumaterialien wie Bambus, Kork und Holzbauwerk.
      • Vermeiden Sie Produkte mit folgenden Inhaltesstoffen: Formaldehyd / Polyvinylchlorid (PVC) / Phthalat-Weichmacher (oft als "Düfte" auf Produkt-Etiketten genannt) / Bromierte Flammschutzmittel (wenn möglich) / Chrom / Chromate Kupferarsenat
      • Verwenden Sie statt VOC-oder Low-VOC-und lösemittelfreie Klebstoffe lieber wasserbasierte Klebstoffe. Vermeiden Sie aggressive Lösungsmittel und Konservierungsstoffe.
      • Verwenden Sie wiederverwendbare Lumpen statt Papier.
      • Schalten Sie sämtliche Geräte und Lichter aus, die nicht in Gebrauch sind. 
      • Verwenden Sie wiederverwendbare Akkus und Batterien. 
      • Recyclen Sie Metalle, Teppiche, Polystyrol, Stretchfolie und nicht aufladbare Batterien.
      • Verwenden Sie Stahlgerüste als Grundstruktur anstelle von Holz für Dekobau und Plattformen.
      • Bedruckte Hintergründe statt "echte Materialien, wie z:b. GBK". (Wie es im Theater schon immer gemacht wird.)
      • Mattes und Backdrops - Die Rückkehr des Splatterns und des Matte Paintings (https://www.digitalmattepaintinghandbook.com/Welcome.html)
      • Suchen Sie immer nach umweltfreundlichen Alternativen zu herkömmlichen Produkten und Verfahren.
      • Informieren Sie sich im Vorweg über das Umweltbewußtsein Ihrer Lieferanten.
      • Check: https://www.siegelklarheit.de/#holz-holzprodukte
      • Check: https://www.siegelklarheit.de/#naturstein

          Baumaterial: 

          • PVC / Styropor / Plastik /Formaldehyd vermeiden!
          • FSC - zertifizierte Produkte verlangen!
          • Nutzen Sie FCKW-freie Sprays und lösungsmittelfreie Kleber! 
          • Tipp: Nutzung von recycltem Material (z.B. Holz oder Laminat) Modularbauweisen nutzen / entwickeln (Lego-Prinzip)!
          • Überprüfen, ob sich Oberflächen nicht auch malen lassen (Voraussetzung ist Verwendung umweltfreundlicher Farben)
          • Einkaufsrichtline: Siegel: FSC = Forest Stewardship Council
          • Achtung: Bei Nutzung von Sperrholz unbedingt auf das FSC Siegel achten, da oft Tropenholz mit verarbeitet ist !!! Außerdem enthalten Spanplatten of Formaldehyd
          • Tip: 100% Formaldehydfreie Spanplatten bei LivingBoard
          • Buchtipp: "Materialrevolution II: Neue nachhaltige und multifunktionale Materialien für Design und Architektur" von Sascha Peters"
          • Buchtipp: DVA Öko Design Guide, 1000 Produkte, Designer, Websites von Rebecca Proctor
          • Alternative zum Bauen: Nutzung von Backdrops

          Farben:

          Holz:

          Styropor-Alternativen: 

          Kunststoffe:

          Klebstoffe:

          Dämmmaterial:

          Weiteres:

          Achtung: Auch mit der Auswahl von Requisiten lässt sich eine Botschaft für Nachhaltigkeit im Film platzieren und dadurch im gesellschaftlichen Bewusstsein verankern! 

          • Leihen Sie Ihre Requisiten statt sie zu kaufen im Fundus.
          • Nutzen Sie Secondhandshops und Flohmärkte für den Ankauf von Requisiten.
          • Wenn Sie neue Produkte oder Baumaterialien kaufen, achten Sie auf deren Nachhaltigkeit (Umweltzeichen).
          • Spenden Sie nach Drehschluss nicht mehr benötigte Requisiten und Materialen an Fundusse, Schulen, Gemeindezentren oder Wohltätigkeitsorganisationen oder übergeben Sie Ihre Requisiten an die Material Mafia.
          • Nutzen Sie umweltfreundlichen Requsitenfahrzeuge und reduzieren Sie ihre Fahrten auf das Notwendigste (effiziente Routenplanung) !
          • Wenn Sie Lebensmittel Requisiten benötigen, so achten Sie auf die Nutzung von Bioprodukten. Spenden Sie saubere, frische Produkte und verpackte Lebensmittel-Requisiten im Anschluss an die Dreharbeiten an wohltätige Vereine, wie an die Berliner Tafel.
          • Wenn Sie Grünpflanzen für das Set brauchen, mieten oder leihen Sie sie statt sie zu kaufen und geben Sie sie nach den Dreharbeiten zurück. Pflegen Sie die Pflanzen auch am Set, so dass sie genügend Licht und Wasser bekommen. Nutzen Sie dabei native, biologisch angebaute Pflanzen. Vermeiden Sie Plastikblumentöpfe. Wenn Sie doch welche nutzen sollten, geben Sie diese nach den Dreharbeiten an den Blumenhändler zurück, damit er sie wiederverwenden kann. 
          • Verwenden Sie Teppiche aus Naturfaser-Wolle, Sisal, Jute, Kokos oder Seegras.
          • Nutzen Sie den emmissionsarmen Einkomponentenkleber.
          • Nutzen Sie bei Bettwäsche Bio-Baumwolle, Leinen, Kapok und Wolle und Zellstoff und Bambus für Handtücher.
          • Benutzen Sie bei Ihren Einkäufen wiederverwendbare Taschen statt Plastiktüten.
          • Das Goldene M der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V. (DGM) ist das in Deutschland anerkannt Qualitätssiegel für Möbel. Möbel mit diesem Siegel werden vor allem auf ihre umweltschonenden Produktionsbedingungen, wie beispielsweise auf niedrigen Energieverbrauch bei der Herstellung getestet.
          • Das FSC-Logo des Forest Stewardship Council (FSC) zeichnet Möbel und Hölzer aus, bei denen die Rohstoffe nicht mit Pestiziden behandelt wurden und aus kontrolliertem Anbau stammen.
          • Achtung:  Das FSC-Logo steht seit Jahren  unter anderem wegen industriellem Holzeinschlag in Urwäldern unter massiver Kritik.
          • Mehr dazu unter: www.regenwald.org
          • Der Blaue Engel, vom Bundesumweltministeriuem vergeben, zeichnet Möbel aus, die emissionsarm, ohne bedenkliche Schadstoffe und vorwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wurden. Achtung: Achten Sie auf den Zusatz "schützt Umwelt und Gesundheit", da es das Siegel auch nur mit dem Zusatz "schützt die Gesundheit " gibt.
          • Das PEFC-Siegel
          • (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) steht für nachhaltitge Waldbewirtschaftung und versteht sich als eine Art weltweiter "Wald-TÜV". Die Richtlinien für die Zertifikatvergabe reichen von: "Es wird nicht mehr Holz geschlagen als nachwächst." bis hin zu: "Die Rechte der Menschen, die vom Wald leben und/oder von ihm abhängen (zum Beispiel Waldbauern oder auch Naturvölker in Südamerika) werden gesichert."
          • Mehr dazu hier !

          Büro

          Auch im Büro sollte zunächst das Team darauf aufmerksam gemacht werden, bei allem, was angeschafft und genutzt wird, auf einen möglichst geringen Ressourcenverbrauch zu setzen.

          Übrigens:

          Schritte zum Verbrauch im Büro zu reduzieren, sparen nicht nur natürliche Ressourcen, sondern können sogar Bürokosten senken.

          • Verwenden Sie Leuchtstoffröhren, CFL oder LED-Beleuchtung.
          • Arbeiten Sie möglichst bei Tageslicht.
          • Verwenden Sie Schreibtischlampen anstelle von Deckenbeleuchtung.
          • Schalten Sie nur Licht ein, wo Sie es auch wirklich benötigen.
          • Entdecken Sie alternative Energieformen wie Solar-und Windenergie. Es gibt mittlerweile auch diverse Solarladegeräte zum Beispiel für Mobiltelefone, die man während der Arbeitszeit auf dem Fensterbrett aufladen kann.
          • Beziehen Sie den Strom von einem ökologischen Stromanbieter.
          • Gehen Sie sparsam mit Wasser um.
          • Nutzen Sie für den Trinkbedarf Ihrer Mitarbeiter einen Wasserspender. Es gibt auch solche, die praktischer Weise mit Leitungswasser auffüllbar sind und eine Filtervorrichtung aufweisen.
          • Achten Sie beim Kauf oder Leihen der Computer und Monitore auf den Stromverbrauch.
          • Schalten Sie die Computer aus, wenn Sie Feierabend machen und lassen Sie sie nicht die ganze Zeit auf Standby laufen. (Tip: Es gibt mittlerweile auf dem Markt sogar Standby-Killer. Es handelt sich dabei um eine kleine Kontrollbox die den Standby-Betrieb automatisch erkennt und das Gerät nach 60 Sekunden endgültig vom Stromnetz nimmt. Wenn Sie später wieder den Einschalt-Knopf auf Ihrer Fernbedienung drücken, wird die Stromzufuhr wieder automatisch eingeschaltet.
          • Drucken Sie nur aus, wenn nötig und benutzen dabei Recyclingpapier. Recyclingpapiere, die den Blauen Engel tragen, bestehen garantiert aus 100 % Altpapier.
          • Nutzen Sie die Druckerfunktion "beidseitig ausdrucken" und sparen so Papier.
          • Neue Tintenstrahldrucker sind wesentlich energieeffizienter als Laserdrucker. 
          • Verbrauchsmaterialien wie Schnellhefter, Aktenordner gibt es auch aus Altpapier und Pappe. Vermeiden Sie die Anschaffung von Produkten, die aus PVC hergestellt oder mit Folie beschichtet sind.
          • Beziehen Sie das Catering bei einem Biocaterer.
          • Vermeiden Sie Einwegflaschen. Nutzen Sie Mehrwegflaschen.
          • Achten Sie beim Einkauf von Kaffee oder Tee auf das Fair Trade Zeichen.
          • Nutzen Sie umweltbewusste Versand- und Kurierdienste, wie beispielsweise das Lastenfahrrad.
          • Nutzen Sie für Taxifahrten die Möglichkeit, ein Umwelttaxi zu bestellen. Einfach beim Taxiruf danach fragen. Es dauert nicht länger und es wird auch kein Aufpreis verlangt. Die Umwelttaxis fahren mit Biodiesel. Oder besser, rufen Sie ein Velotaxi.
          • Trennen Sie Müll und versuchen Sie Müll zu vermeiden.
          • Deaktivieren Sie Bildschirmschoner, und stellen Sie den Computer so ein, dass sich der Sleep-Modus nach einigen Minuten Leerlauf einstellt. In Windows finden Sie die Einstellungen in der Systemsteuerung bei Mac unter Systemeinstellungen.
          • Nutzen Sie die energiesparende Suchmaschine von Google "Backle" für Ihre Internetrecherchen.
          • Nutzen Sie Steckerleisten, um auf einfachstem Wege alle Geräte gleichzeitig ein und auszuschalten, um so zu verhindern, dass aus Versehen eines der Geräte über Nacht an bleibt.
          • Verwenden Sie Laptops anstelle von Standrechnern mit separaten Bildschirmen, da diese Energie-effizienter arbeiten.
          • Mieten Sie Ihre Büroausstattung statt sie zu kaufen.

          Achten Sie beim Einkauf oder beim Mieten von Produktion und Materialien immer auf die gängigen Umweltsiegel: z.B. EPEAT oder den Blauen Engel .

          Energiespartips fürs Büro gibt es auch unter folgendem Link: 
          http://www.nabu.de/downloads/energie_sparen.pdf

            Digitale Coworking Tools /
            Meetingreisen vermeiden durch Videokonferenzen oder Cloudrecherche !

            Online, aber nachhaltig(er):

            • Tip: Wärmemesser (Analyse der Raumtemperatur, um mögliche Schwachstellen schnell zu entdecken und bei Bedarf zu isolieren
            • Sparsamer, umweltbewusster Energieeinsatz und eine möglichst hohe Energieeffizienz bei der Gebäudeheizung oder ­-kühlung
            • Reflektorfolie für Heizkörper
            • EPEAT dient Herstellern wie Einkäufern von IT-Hardware weltweit und ist ein System zur Beurteilung der Umweltverträglichkeit von Elektronikprodukten. Nähere Informationen hierzu bei DEKRA, dem EPEAT-Ansprechpartner für Europa.
            • GRÜNER STROM LABEL e.V. ist ein Verein, der 1998 auf Initiative von EUROSOLAR gegründet wurde und seit 1999 Ökostrom-Angebote mit dem 'Grüner Strom Label' (GSL) zertifiziert. Es ist das älteste Gütesiegel für Ökostrom in Deutschland und wird als einzigste von Umweltverbänden (EUROSOLAR, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Naturschutzbund Deutschland (NABU), Deutscher Naturschutzring (DNR), International Physicians for the Prevention of Nuclear War (Deutsche Sektion IPPNW), Die Verbraucher Initiative, NaturwissenschaftlerInnen-Initiative ) getragen.
            • DER BLAUE ENGEL, das älterste Umweltzeichen der Welt, wurde bereits 1978 ins Leben gerufen. Mit dieser Auszeichnung werden Unternehmen für Ihr Engagement im Umweltschutz belohnt. Die Maßstäbe und Kriterien für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, werden dabei von einer unabhängigen Jury definiert und beschlossen.

            Catering / Verpflegung / Lebensmittel


            Finanzinstitute / Versicherungen


            Kamera, Licht, Ton

            • Zeichnen Sie die Aufnahmen digital auf einer Festplatte auf statt auf Filmmaterial.
            • Sollten Sie traditionell auf Film aufzeichnen, verwenden Sie "SUPER 35 " 3 perf.-Filmmaterial, da bei der Aufnahme 25 Prozent Filmmaterial eingespart werden kann und dessen Herstellung und Entwicklung weniger Chemikalien erfordert.
            • Reyclen Sie alle Verpackungsmaterialien wie Folien.
            • Wenn Sie Filmmaterial selbst entsorgen, bedenken Sie, dass auch dieses komplett recycled werden kann.
            • Lassen Sie sich, wenn möglich, die Digital Dailies direkt von der Festplatte oder auf digitale Systeme anzeigen statt durch die Übertragung auf eine Festplatte
            • Achten Sie bei der Anmietung der Ausrüstung darauf, dass die Geräte die gängigen Umweltzeichen haben und fragen den Verleiher nach Tips für die effiziente Verwendung der Maschine. 
            • Schalten Sie alle Geräte ab, wenn Sie nicht in Gebrauch sind und vermeiden Sie so den energieziehenden Stand-by-Modus.
            • Verwenden Sie wiederaufladbare Batterien. Die Produktion kann sie dann später an einen Batterie-Recycler schicken. 

            Innovation: Das KameraBike statt Trailerfahrzeug?

              • Der DOP + Oberbeleuchter sollten frühzeitig in die Produktionsvorbereitungen einbezogen werden, damit sie Zeit für Lichttests haben und auch Einflußnahme auf die Locationwahl bezüglich des Lichts haben. 
              • Es sollte so viel wie möglich mit Tageslicht geabreitet werden. 
              • Wenn möglich Einsatz von Refklektoren und Styros statt Lampen. Übrigens es gibt inzwischen Papp Styros von Maier Bros
              • Wenn künstliche Beleuchtung notwendig wird, nutzen Sie fluoreszierende oder LED-Beleuchtung statt der Glühlampen wann immer möglich.
              • Nutzen Sie Reflektoren, um mit nur einer Lichtquelle (möglichst LED) verschiedenste Lichtpunkte zu setzen. 
              • Nutzen Sie die Möglichkeit, eine homogene Beleuchtung durch Umlenkung der Lichtquelle zu erzeugen. Stichwort;: Aushebelung des Abstandsgesetztes
              • Übrigens: Durch Reflektoren kann man sich oft auch den Aufbau eines Steigers ersparen. Stichwort Umleitung der Lichtquelle durch Reflektoren!
              • Nutzen Sie Dimmer, um den Energieverbrauch zu reduzieren.
              • Schalten Sie die gesamte Beleuchtung, die nicht in Gebrauch ist, ab.
              • Entsorgen Sie verbrauchte Energiesparlampen, die Quecksilber enthalten, als Sondermüll.
              • Bestimmen Sie Abfallbehälter für die Verbrauchsmaterialien deutlich. z.B. recyclebar / Sondermüll /   wiederverwendbar
              • Bewahren Sie Farbfolien für zukünftige Produktionen auf oder spenden Sie sie an eine Organisation, die sie wiederverwenden können oder geben Sie sie in einem Recycling-Zentrum, die auch unmarkierte Kunststoffe recycelt ab.
              • Erwägen Sie den Kauf von dauerhaftem Farbeffektglas (dichroitische Filter) und nutzen diese statt Farbfolien.
              • Fast alle Lichtequipmentverleiher haben mittlerweile die energiesparenden LED Scheinwerfer im Programm. Aufgrund mangelnder Nachfrage bilden diese jedoch zunächst noch eine Nische. 

              • Zeichnen Sie Ihren Ton digital auf und meiden Sie das Tonband
              • Nutzen Sie wiederaufladbare Batterien oder Akkus.
              • Sammeln Sie leere Batterien, Folien und Verpackungsmaterial und stellen Sie sie dem Recyclingprozess zur Verfügung.  
              • Achten Sie bei der Anmietung von Ausrüstung, auf die gängigen Umweltzertifikate und fragen nach Tipps für die effiziente Verwendung des Gerätes.
              • Schalten Sie ungenutzte Geräte ab statt sie im energieziehenden Stand-by-Modus zu halten.

              Kostüm

              • Verwenden Sie Waschmittel, welches frei von Phosphaten und Duftstoffen ist.
              • Übrigens mit Wodka - kann man Gerüche auf Kleidung auch ohne Waschen entfernen. 
              • Verwenden Sie strom- und wassersparende Waschmaschinen und Trockner. (Beachten Sie die gängigen  Umweltsiegel, wie die Euroblume.)
              • Vermeiden Sie die chemische Reinigung.
              • Achten Sie auf  Wiederverwendbarkeit von Kleiderbügeln und Kleidersäcken. Vermeiden Sie dabei Kunststoffmaterialien.
              • Nutzen Sie Draht-Kleiderbügel.
              • Bio-Baumwolle verwenden, da beim herkömmlichen Baumwollanbau sehr viel Pestizide eingesetzt werden!
              • Kaufen Sie Kleidung aus Bio-Baumwolle, Wolle, Hanf, Bambus, Leinen und Seide.
              • Vermeiden Sie neue Materialien, die aus Erdöl hergestellt werden, wie z.B. Vinyl und Polyester.
              • Wenn möglich, kaufen Sie Second-Hand-Kleidung oder nutzen Sie den Kostümfundus.
              • Spenden Sie die nicht mehr benötigte Kleidung am Ende der Porduktion oder stellen Sie sie einem Fundus oder Second Hand Laden zur Verfügung. Hier eine Liste möglicher Abnehmer: (Spenden statt wegwerfen!)
              • Reparieren Sie beschädigte Kleidungsstücke anstatt sie zu ersetzen.
              • Achten Sie beim Kauf der Kleidung auf die gängige Umweltsiegel und Fair Trade Zertifikate.
              • Wenn möglich, vermeiden Sie Kleidung, die eine Reinigung erfordert.
              • Falls eine Reinigung unumgänglich ist, achten Sie darauf, dass Sie eine Reinigung beauftragen, die nicht mit Perchlorethylen (PERC), d.h. mit Tetrachlorethen arbeitet. Tetrachlorethen ist eine krebserzeugende Chemikalie, die nach der trockenen Reinigung auf der Kleidung bleiben und von dort aus die Luft verschmutzen kann. 
              • Schauen Sie nach Reinigungen, die "nasse Reinigung" anbieten, nach einer, die sanft mit Wasser und Lösungsmitteln wäscht oder nach  einer, die CO2-Reinigung anbietet, d.h. die komprimierte Flüssigkeit CO2 verwendet.
              • https://www.siegelklarheit.de/#textilien
              • https://www.siegelklarheit.de/#leder-lederprodukte
              • Blauer Engel existiert bereits seit 1978, jedoch wird er erst seit 2011 auch für Textilien verwendet. Dieses Siegel hat sehr hohe Ansprüche und bezieht sich dabei sowohl auf Synthetikstoffe als auch auf Naturfasern.
              • Bluesign bewertet die für die Verarbeitung der Textilien eingesetzten Chemikalien. Dadurch soll die Textilverarbeitung optimiert werden. Laut Greenpeace ist der bluesign-Standard jedoch noch verbesserungswürdig.
              • Cradle to cradle gibt es seit 1995. Es werden Produkte ausgezeichnet, die umweltsichere, gesundheitlich unbedenkliche und kreislauffähige Materialien verwenden.
              • EU-Ecolabel, auch Euroblume genannt, gibt es seit 1993, seit 2009 gilt es auch für Textilien als Standard.
              • GOTS ist ausschließlich für Naturfasern gedacht. Nicht nur die verwendeten Chemikalien spielen hier eine Rolle, sondern auch die Einhaltung sozialer Mindeststandards.
              • IVN Best gilt allein für Naturfasern. Die eingesetzten Fasern müssen zu 100 Prozent biologisch produziert sein. Darum ist auch der Einsatz von Chemikalien besonders streng geregelt. Das Siegel garantiert außerdem soziale Mindeststandards und gerechte Löhne.
              • Öko-Tex 100 gibt es seit 1992. Hierbei werden Textilien auf Schadstoffrückstände geprüft. Damit schließt es Herstellungsbedingungen und Löhne für die Arbeiter nicht mit ein.
              • Made in Green gehört zur Öko-Tex-Familie und ersetzt den Öko-Tex 100 Standard. Hiermit werden nachweislich unbedenkliche Produkte ausgezeichnet. Das Siegel bezieht sich auf die gesamte Textilverarbeitungskette.
              • Fairtrade Certified Cotton ist vielen bekannt. Seit 2008 gilt es in Deutschland auch für Baumwollstoffe. Die Baumwollbauern, die die Baumwolle für die Produkte mit diesem Label angebaut haben, erhalten einen Mindestpreis, die Baumwolle ist garantiert frei von Gentechnik und wird ohne den Gebraucht bestimmter Pestizide angebaut. Auch für die Weiterverarbeitung dieser Baumwolle müssen menschenwürdige Arbeitsbedingungen sichergestellt werden."

              Locationsouting / Motivaufnahmeleitung

              • Binden Sie Umweltaspekte, wie zum Beispiel die Erreichbarkeit des Drehortes mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die Möglichkeit an Strom aus dem Stromnetz heranzukommen statt auf Generatoren angewiesen zu sein, mit in die Locationsuche mit ein. 
              • Binden Sie Lichtaspekte mit in die Locationsuche ein. Ziel: möglichst wenig oder keine künstliche Beleuchtung erforderlich.
              • Nutzen Sie für Ihre Mobilität beim Scouting für nahe Strecken das Fahrrad oder den öffentlichen Nahverkehr.
              • Nutzen Sie für weitere Strecken Autos, mit möglichst wenig Kraftstoffverbrauch oder welche, die mit alternativen Kraftstoffen wie Biodiesel oder Erdgas angetrieben werden oder nutzen Sie Elektro-Fahrzeuge. 
              • Nutzen Sie beim Scouting eine digitale Kamera.
              • Achten Sie bei der Anschaffung Ihrer Ausrüstung auf die gängigen Umweltzeichen. 
              • Verwenden Sie wiederaufladbare Akkus oder Batterien. 
              • Beziehen Sie das Wissen der Personen vor Ort mit in Ihre Planung ein, um möglichst umweltfreundlich zu drehen.
              • Bringen Sie in Erfahrung, wie die örtliche Abfallentsorgung organisiert ist. Fragen Sie nach vorhandenen Müllentsorgungsmöglichkeiten, wie Flaschencontainer, etc., um die Mülltrennung am Set sinnvoll durchführen zu können und den Müll umweltfreundlich entsorgen zu können.
              • Geben Sie Cast und Crew Fahrpläne öffentlicher Verkehrsmittel mit.
              • Beachten Sie den Naturschutz.
              • Nehmen Sie Rücksicht auf die Anwohner. 
              • Achten Sie während Ihrer Arbeit vor Ort auf Müllvermeidung und -trennung
              • Sparen Sie Wasser!
              • Achten Sie darauf, dass Sie den Ort genauso verlassen, wie Sie ihn vorgefunden haben.
              • Versuchen Sie, alle Beschilderung am Drehort aus recycleten oder recyclebaren Materialien herzustellen.
              • Verwenden Sie nur elastische Bänder oder Schnüre an Bäumen, nie Heftklammern, Reißzwecken oder Klebeband, denn diese führen den Bäumen Schaden zu.
              • Schützen Sie Innenräume mit recycleter Pappe. 
              • Verhindern Sie eine Beschädigung der Landschaft durch das Filmteam. Vermeiden Sie Schäden an der Vegetation.
              • Sperren Sie alle Bereiche mit besonders empfindlichen Vegtationen oder Tierwelt ab.

              Maske

               
              • Achten Sie darauf, dass die Make-Up und Haarpflegeprodukte, die Sie verwenden ohne Tierversuche hergestellt wurden.
              • Nutzen Sie Produkte aus Biozutaten. 
              • Achtung: Der Begriff Naturkosmetik ist gesetzlich nicht geschützt. Achten Sie deshalb auf  die Naturkosmetik-Siegel: zum Beispiel BDIH, NaTrue, Ecocert oder auch Demeter, welches als das strengste Siegel für zertifizierte Naturkosmetik gilt.
              • Naturkosmetik-Siegel sind Güte Siegel und garantieren für eine Kosmetik auf der Basis von  natürlichen Inhaltsstoffe, mit hohem Anteil an biologisch-dynamsich angebauten Rostoffen, die ohne Tierversuche entwickelt und getestet wurden und in schonenden, an natürliche Prozesse angelehnten Herstellungsverfahren getestet wurden. Kurzum, Naturkosmetik-Siegel stehen für einen nachhaltigen Umgang mit Mensch und Natur.
              • Die Kriterien der Naturkosmetik-Siegel werden von den oben genannten Netzwerken festgesetzt. Die Voraussetzungen, nach denen die einzelnen Verbände Ihr Naturkosmetik-Siegel vergeben, sind unterschiedlich streng. Dennoch garantieren sie alle echte Naturkosmetik.
              • Vermeiden Sie Aerosole. (http://de.wikipedia.org/wiki/Aerosol)
              • Kaufen Sie Produkte, die nachgefüllt werden können und deren Verpackungen recyclebar oder biologisch abbaubar sind.
               

              Im Folgenden die für Deutschland wichtigsten Naturkosmetik Siegel:

              • BDIH-Siegel für kontrollierte Naturkosmetik
                Das BDIH- Siegel ist das in Deutschland am weitesten verbreitete Siegel zur Kennzeichnung echter Naturkosmetik.
              • NaTrue
                Natrue ist eine europäische Initiative führender Pionierfirmen der Naturkosmetik-Branche. Im Mittelpunkt steht bei den Herstellern ein ganzheitliches Konzept, das Mensch und Natur in Balance sieht.
                Näheres dazu unter: www.natrue.org
              • ECOCERT
                ECOCERT ist der derzeit größte Kontroll- und Zertifizierungsverband im Bereich Umwelt in Europa mit Hauptsitz in Frankreich und Vertretungen in über 200 Regionen und Ländern weltweit. Seit 2002 werden auch Kosmetika auf ökologische und biologische Qualität geprüft und mit zwei Siegeln zertifiziert: dem ECOCERT-Label "Ökologische und biologische Kosmetik" und dem ECOCERT-Label "Natürliche Kosmetik". Während für das Label "Ökologische und biologische Kosmetik" mindestens 95 Prozent der gesamten Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs sein und mindestens 10 Prozent der gesamten pflanzlichen Stoffe aus kontrolliert-biologischem Anbau kommen müssen, müssen für das Label  "Natürliche Kosmetik" nur mindestens 50 Prozent der gesamten Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs sein und 5 Prozent der gesamten pflanzlichen Stoffe aus biologischem Anbau kommen.
              • Demeter
                Das Siegel Demeter stellt die strengsten Kriterien an eine Naturkosmetik.
                Die Kosmetikartikel müssen einen Rohstoffanteil von 90 bis 100 Prozent aus Demeter Vertragsanbau vorweisen können. Demeter arbeitet nach den Grundsätzen von Rudolf Steiner.

              Weitere sind: 


              Materialentsorgung / Wiederverwertung / Recycling / Refood

              Wichtige Info: 

              Laut der Gewerbeabfallverordnung - GewAbfV § 3 müssen Erzeuger und Besitzer von gewerblichen Siedlungsabfällen (Dies gilt auch für Filmarbeiten) die folgenden Abfallfraktionen jeweils getrennt sammeln und befördern sowie nach Maßgabe des § 8 Absatz 1 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes vorrangig der Vorbereitung zur Wiederverwendung oder dem Recycling zuführen:

              1. Papier, Pappe und Karton mit Ausnahme von Hygienepapier,
              2. Glas,
              3. Kunststoffe,
              4. Metalle,
              5. Holz,
              6. Textilien,
              7. Bioabfälle nach § 3 Absatz 7 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und
              8. Abfallfraktionen, die in den in § 2 Nummer 1 Buchstabe b genannten Abfällen enthalten sind. 

              Es kann bei technischer Unmöglichkeit oder wirtschaftlichen Unzumutbarkeit beim zuständigen Entsorgungsbetrieb eine Ausnahmegenehmigung beantragt werden. Dazu Bedarf es der ausführlichen Dokumentation. Genaueres siehe: Gewerbeabfallverordnung - GewAbfV § 3

              Zuständige Entsorgungsbetriebe:

                • Organisieren Sie die Entsorgung im Voraus, skizzieren Sie einen Abfallwirtschaftsplan, wie die Materialien recyclet werden und stellen sie entsprechende Müllsortierungsbehältnisse am Arbeitsplatz / Drehort auf ! 
                • Klären Sie ab, wie ggf. giftige chemische Abfälle entsorgt werden können.
                • Beim Setabbau soll darauf geachtet werden, die Materialien so abzubauen, dass Sie wiederverwendet werden können. Wenn die Baubühne Schrauben und Bolzen statt Nägel und Klebepistolen verwendet hat statt Nägel wird die Wiedernutzbarkeit erleichtert. 
                • Sie können übriggebliebene Materialien wie Holz, Nägel, Farbe, und Requisiten wiederverwenden oder spenden.
                • Berliner Abfallcheck 
                • Achtung: Pappteller, Pappbecher und beschmutzte Servietten dürfen nicht in den Papiermüll. Nur "sauberes Papier".
                • Abfallratgeber Potsdam
                • Übrigens: Mülltrennung lohnt sich auch monetär. Restmülltonnen sind teurer als z.B. Papiertonnen... 

                Mobile Sanitäranlagen / Toiletten


                Mobilität / Transport und Reiseplanung

                 
                • Stellen Sie Ihren Fuhrpark auf möglichst CNG-Fahrzeuge, solche, die mit alternativen Kraftstoffen wie Biodiesel oder -Gas angetrieben werden können, Elektroautos oder kraftstoffverbrauchsarme Fahrzeuge. 
                • Check: http://www.autoumweltliste.ch/personenwagen/topten.html
                • Check: https://www.greengear.de/vergleich-liste-hybrid-autos-hev/
                • Nutzend Sie die Carsharingangebote, die öffentlichen verkehsmittel oder wenn möglich das Fahrrad. 
                • Wenn Sie Biodiesel nutzen, dann verwenden Sie solchen aus heimischem Soja. (Beachten Sie dabei, dass es umstritten ist, ob und wie umweltfreundlich Biodiesel wirklich ist.)
                • Nutzen Sie keinen Biodiesel bei Temperaturen unter 5 Grad.
                • Stellen Sie den Motor bei Leerlauf ab!
                • Schaffen Sie Anreize zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel oder bilden Sie Fahrgemeinschaften. 
                • Planen Sie Ihre Fahrten und Routen ökonomisch.
                • Warten Sie die Fahrzeuge regelmäßig und halten Sie sie so im optimalen Betriebszustand.
                • Verwenden Sie elektrische oder solarbetriebene Golfwagen, wo es möglich ist.
                • Nutzen Sie am Set auch das Fahrrad für Cast und Crew.
                • Wenn Flüge nötig sind, dann nutzen Sie Linienflüge statt Privatflugzeuge. 
                • Nutzen Sie auch die Deutsche Bahn.
                • Halten Sie Telefon- oder Videokonferenzen ab, statt sich persönlich zu treffen.
                • Recyclen Sie Motoröl und Frostschutzmittel. 
                • Wann immer es möglich ist, nutzen Sie das örtliche Stromnetz anstelle eines Generators.
                • Überprüfen Sie auch die mobilen Solarstromerzeugungsmöglichkeiten, die es inzwischen auf dem Markt gibt
                 

                  Postproduktion

                  • Wenn möglich, verwenden Sie digitale Postproduktion Workflow-Systeme. Durch den digitalen Austausch von Berichten und Rohschnitten, sparen Sie nicht nur die Energie im Druckprozess, sie vermeiden auch die Kosten für Boten und Versand.
                  • Schalten Sie Schnittplatz inklusive allen Computern und Monitoren, am Ende eines jeden Arbeitstages ab.

                  Für weitere Tips siehe Wegeweiser

                  Filmmusik


                  Pyrotechnik / Spezialeffekte

                  • Identifizieren Sie potenzielle Gefahren für die Umwelt vor dem Dreh, und treffen alle Vorkehrungen zur Vermeidung und Begrenzung von Schäden.
                  • Verbrennen Sie keine Materialien die auf Erdölbasis hergestellt wurden, einschließlich Kunststoff, Gummi und Dieselkraftstoff.
                  • Verwenden Sie für Feuereffekte Propan und auf Wasser basierende Rauch Flüssigkeiten.
                  • Verwenden Sie wenn möglich biologisch abbaubare Kunstschnee-Produkte. 
                  • Recyclen Sie allen Schrott.

                  Schauspieler:innen / -agenturen

                  Schauspieler:innen haben eine Stimme! 
                  Die mediale Aufmerksamkeit ist in besonderem Maße auf sie gerichtet. Von daher können Sie sich auch besonders in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen und Verantwortung - auch für Umweltthemen - übernehmen.  

                  Gerne möchten wir in diesem Zusammenhang auf die „Freiwillige Selbstverpflichtung und Erklärung von Schauspieler:innen zum Grünen Drehen" der Changemakersaufmerksam machen. Sie finden diese und alle weiteren Informationen rund um die Changemakers und die Selbstverpflichtung unter: www.changemakers.film.


                  Strom / Energie / Generatoren

                  Ist in der Nähe des Drehortes ein Starkstromanschluss, den man für die Stromversorgung der Dreharbeiten anstelle eines Generators nutzen kann? 
                  Firmen, die sich um sogenannten "Baustrom" kümmern, bieten den Service an, die Stromversorgung für temporäre Arbeitsorte zu organisieren. Sie prüfen, ob es möglich ist, vor Ort einen Starkstromanschluss zu nutzen oder ob ein Generator notwendig ist.

                  Eine dieser Firmen, die diesen Service anbietet ist z.B.:  

                  Produktionen können sich aber auch direkt an https://www.stromnetz.berlin/anschliessen/baustrom-und-veranstaltungen wenden und dort Ihre "Veranstaltung (Dreharbeiten)" anmelden: strassenland@stromnetz-berlin.de.

                  Achtung: Ein längerer Vorlauf ist einzuplanen!


                    Verleih

                    • Nutzen Sie die Ergebnisse des CO2-Rechners. Sie können Ihren positiven ökologischen Fussabdruck für die Werbung für Ihre Produktion einsetzen.
                    • Verteilen Sie keine Werbeprintmaterialien. Nutzen Sie stattdessen elektronische Pressemappen (EPKs) online.
                    • Verwenden Sie E-Mail-basierte Kommunikation und Einladungen anstelle von Papier. Sie sparen dabei auch Portokosten.
                    • Wenn Sie drucken müssen, wählen Sie Recyclingpapier und Druckfarben auf Sojabasis für Druckmaterialien.
                    • Verwenden Sie bei der Verpackung der Medien Verpackungsmaterial aus nachwachsenden Rohstoffen.

                    Weitere Tips: siehe Büro

                    Mit freundlicher Unterstützung von: Philip Gassmann und Korina Gutsche